Mela2012's Blog

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Vor einiger Zeit habe ich mal wieder einen Make-Up Kurs besucht. Ich besuche solche Kurse, in der Hoffnung noch etwas dazu zu lernen. Das Thema des Kurses war ‚Abend-Make-Up – Smoky Eyes‘. Für mich bedeutet das „Drama-Make-Up“ mit viel Farbe und vielleicht sogar etwas Glitzer und Schimmer. Andere Frauen in dem Kurs wollten eher weniger Farbe.

Ich wurde gefragt, ob mein Mann es denn mögen würde, wenn ich mich schminke. Weil, deren Freunde/Männer es nicht mögen, wenn sie sich schminken. Ich wurde nachdenklich – mag meiner es auch nicht? Schon oft habe ich von Frauen gehört, dass Männer Frauen lieber „Natur“ mögen. Mein Mann lernte mich geschminkt kennen und ziemlich am Anfang unserer Beziehung, sagte er, er lieb mich geschminkt. War das nur, weil er in mich verliebt war? Sagte er es nur, um mich nicht zu kränken? Wie ist es jetzt – nachdem wir zehn Jahre ein Paar sind?

Ich fragte ihn erneut und er erklärte, dass er es gut findet, wie ich mich schminke, denn auch mit „Bling-Bling-Drama-Bunt-Make-Up“ würde ich nicht so aussehen, als wäre ich in den Farbtopf gefallen. Es würde immer zu mir passen. Mein Mann erklärte, er habe eine Kollegin, die wäre so dick geschminkt, da würde es bröckeln, wenn sie lächelt, das wäre bei mir nicht der Fall. Ich glaube ihm, ich glaube nicht, dass er mich bei so einer Frage anschwindeln würde. Und wenn ich ehrlich bin, mag ich mein Make-up ja auch, denn sonst würde ich nicht so rumlaufen.

Aber warum mögen andere Männer es nicht, wenn ihre Frauen sich schminken, selbst bei Alltags-Make-Up? Haben sie Angst, dass andere Männer ihre Frau attraktiv finden könnten? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, welche Gründe ein Mann haben könnte, bei seiner Frau ein dezentes Make-Up abzulehnen.

Ich hatte mal eine Freundin, die sagte mir auch, dass sie sich gerne schminken würde, aber ihr Mann würde es nicht mögen. Ich fragte ihn nach dem „warum“ und er guckte wie in Autobus. Er habe mit ihr nie darüber gesprochen, er hätte kein Probleme damit. Heute denke ich, dass meine Freundin es nur nicht zugeben mochte, dass sie selber nicht mit Make-Up umgehen konnte oder dass sie einfach keine Lust darauf hatte. Könnte das nicht auch bei anderen Frauen der Grund sein? Es mag einfacher sein, anderen (dem Partner) die „Schuld“ zu geben aber fair ist es nicht und letztendlich belügt man sich doch nur selber.

Ich fühle mich mit Make-Up attraktiver und selbstbewußter und darauf möchte ich nicht verzichten. Und andersrum würde ich auch von meinem Partner nicht wollen, dass er sich meinetwegen unattraktiv findet, nur um mir einen Gefallen zu tun. Und – mal ehrlich – Make-Up sollte für niemanden sooo wichtig sein, um es in einer Beziehung zu thematisieren. Ich will damit sagen, dass Frauen sich schminken sollten, wenn sie es möchten und nicht ihrem Partner zu liebe darauf verzichten und ich finde, dass Männer das zulassen sollten, wenn ihre Frau sich besser fühlt. Mein Mann ist stolz, wenn andere Männer mich attraktiv finden, denn er weiß, dass ich ihn liebe und die anderen keine Chance haben.

Wie denkt Ihr darüber? Eure Mela

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Ich muss zugeben: Er kocht sehr gut. Aber wenn mein Mann kocht, dann wird auch wirklich jeder Topf und jede Pfanne benutzt. Er ist ausgerüstet, wie ein Sternekoch – natürlch mit einer Kochjacke mit eingesticktem Namen (ein Geschenk von mir) und einem Messer, das so teuer war, dass man von dem Geld eine kleine Reise hätte machen können. Und auch unsere Küche ist natürlich sehr luxuriös. Ich liebe diese Küche, ich liebe den Induktionsherd und den Backofen mit den 63 Programmen. Aber mein GöGa (Göttergatte) macht aus dem Kochen eine Zeremonie. Die Küche wird in ein Schlachtfeld verwandelt. Ich darf natürlich nicht dabei sein – dass würde seine Konzentration stören. Ich darf aber auch nicht weit weg sein, weil er immer irgend eine Zutat nicht findet. Dann kommt ein Ruf aus der Küche: „Wo ist das Muskat?“ „In Gewürzschrank, im gelben Becher mit dem Aufkleber ‚Muskat'“ — „Da ist nichts“ — Also lege ich mein Buch aus der Hand, stehe auf und gehe in die Küche, um ihm das Muskat zu reichen. GöGa steht, und reibt Muskatnüsse ins Kartoffelpürree, natürlich war es da, wo ich es gesagt habe. Meistens beseitigt er hinterher auch das Chaos, gelegentlich räumt er sogar selbständig den Geschirrspüler aus. Aber beim Wegstellen des Geschirrs gibt es häufig Probleme. Er hat den Topf zwar aus dem Schank genommen und benutzt – aber nun hat er Gedächtnisschwund.

Im nächsten Jahr geht GöGa in Pension, er schreibt seit Jahren an einem Kochbuch, damit ich jeden Tag vernünftiges Essen bekomme. Ich weiß ehrlch nicht, ob ich mich darauf freuen oder fürchten soll. Im Moment bin ich froh, dass er nicht spontan kocht, er braucht einige Tage „Planungszeit“. Und meistens schmeckt es auch. Morgen gibt’s Linsensuppe – frisch gekocht. Lecker – und wir werden mindesten drei Tage davon essen, denn ich habe schon gesehen, dass er den großen Kochtopf voll gemacht hat, davon bekäme man eine Fußballmanschaft satt. That’s Life! Eure Mela