Mela2012's Blog

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Seit ca. einem Jahr überschwemmen BB Creams den deutschen Markt. Bereits in den 50er Jahren wurde die erste BB Cream in Deutschland enwickelt, um geschädigte Haut zu heilen, schützen, pflegen und die Makel (Blemishes) abzudecken. Aus dem ursprünglichen Blemish Balm wurde Beauty Balm und mittlerweile wird jede getönte Tagescreme, die außer Tönung noch andere Wirkungen hervorrufen soll, „BB Cream“ genannt. Trotzdem gefällt mir die Idee sehr, eine pflegende, schützende Creme, die zudem Pickelchen und Rötungen abdeckt und das Hautbild verfeinert mit einem hohen Sonnenschutzfaktor.

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Ich bin ein großer Fan von BB Creams und habe ja bereits über die BB Creams von Garnier , Rival de Loop , L’Orėal Revitalift und Smashbox gescrieben. Heute möchte ich ein Produkt aus der Apotheke vorstellen: Von Vichy die Neovadiol Lumiere Teint-verschönernde 6in1 Pflege für reife Haut. Ich habe im Fernsehen einen Werbespot „gehört“, d. h. ich habe nur zufällig mitbekommen, das es jetzt von Vichy eine BB Cream gibt. Mit Vichy verbinde ich eine Traditionsmarke, die hochwertige, pflegende Kosmetik produziert, die es nur in Apotheken gibt. Daher interessiert mich diese BB Cream sehr, denn ich erwarte hier eine BB Cream, die mehr ist, als nur eine getönte Tagescreme mit zusätzlichen Wirkstoffen.

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Ich bin also in die Apotheke und fragte nach. Die Verkäuferin zeigte mir die Neovadiol Lumiere, ich probierte etwas von dem Tester aus und kaufte spontan für 27,95 € eine 40 ml Tube. Erst zu Hause entdeckte ich, dass es gar keine BB Cream ist, sondern eine „Innovation, inspiriert von der BB-Cream-Technologie“ – Häää???? Was soll diese Aussage bedeuten? Wenn ich mit dem Stift kritzel, bin ich auch inspiriert von Vincent van Gogh. Eine „inspirierte“ Creme ist sicher eine Innovation aber noch keine BB Cream. Der Zweck dieser Aussage verschließt sich mir, für mich klingt das, als ob Vichy auf den „BB Cream Zug“ aufspringen will und Werbung damit macht, ohne tatsächlich eine BB Cream anzubieten. Das sollte Vichy eigentlich nicht nötig haben. Aber sie haben ja Erfolg, ich bin darauf reingefallen und habe mir die Creme gekauft, sie ausprobiert und für „gerade noch ausreichend“ befunden.

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Die ursprüngliche echte BB Creme wurde für die Behandlung der Haut nach Laseranwendungen entwickelt und sollte abdecken, heilen/pflegen und vor UV-Strahlung schützen. Ich erwarte also eine gewisse Deckkraft, einen hohen (>10) Sonnenschutzfaktor und spürbare Pflege. Vichy verspricht sechs Wirkungen in einer Pflege: Hautfestigung, Re-Definition der Konturen, Intensive Pflege, Minderung der Falten, Ausgleich des Teints, Verleih von Leuchtkraft.

Zur Hautfestigung und Faltenminderung kann ich noch nichts sagen, in den wenigen Tagen, in denen ich die Creme benutzt habe, habe ich keine Wirkung feststellen können. Was mit ‚Re-Definition der Konturen‘ gemeint ist, ist mir auch nicht ganz klar, deswegen kann ich das ncht beurteilen. Intensive Pflege – meine Haut fühlt sich weich und gepflegt an, ich habe keine Pickel und Pusteln bekommen. Pflege also ja, – intensive Pflege? Hmmm – keine Ahnung. Um den Teint auszugleichen und Leuchtkraft zu verleihen, müsste etwas mehr Deckkraft vorhanden sein. Es gibt einen Farbton, der ins Orangefarbene geht. Da ich die creme aber sehr durchscheinend ist und fast gar nicht deckt, stört diese Orangene Farbe nicht.

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Da ich nirgends einen Hinweis über einen Sonnenschutz entdecken konnte, gehe ich davon aus, dass es keinen gibt. Das wertet die Creme für mich ab.

MEIN FAZIT zur „inspirierten“ Neovadiol Lumiere von Vichy: als leicht getönte Tagescreme ist sie durchaus in Ordnung, von einer BB Cream oder einer Cream, die mit „BB Cream Technologie“ wirbt, erwarte ich einiges mehr. Da gibt es deutlich bessere und günstigere Cremes. Ich habe mir jetzt, nach langem Kampf mit mir, die originale, erste BB Cream von Dr. Schrameck bestellt und werde darüber berichten. Also dranbleiben. Eure Mela.

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Zwei Produkte habe ich in letzter Zeit viel auf Haul-Videos gesehen und darüber auf Beauty-Blogs gelesen, so dass ich neugierig wurde und sie mir nun gekauft habe:

Von Maybelline Jade Instant Anit-Age Effekt Der Löscher Auge, Cover Make-Up, Concealer gegen Augenringe und Fältchen mit Goji Beere und Haloxyl.

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Und von Garnier Skin Naturals Getönter Koffein Roll-On
Koffein und Zitronenessenz, 2in1 gegen Augenringe, Anti-Augenringe, Pflege und Concealer.

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Der Löscher Auge von Maybelline Jade enthält 6,8 ml und kostete 5,99 €. Es gibt ihn in den Farben 01 Light und 03 Fair. Auf einem Fläschchen ist ein Applikator fest angebracht, das Produkt wird durch drehen in den Applicator gebracht und dann aufgetragen.

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Auf der Rückseite der Flasche ist ein Ettiket mit Barcode, das kann man vorsichtig ablösen und hat dann eine Liste mit den Inhaltsstoffen und Anwendungshinweise. Dort erfährt man dann auch, dass Der Löscher Auge mit einem antimikrobiellen System geschützt ist

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Wer mehr wissen will, muss dann schon das Internet bemühen. Der Verpackung konnte zwar noch entnehmen, dass Augenringe und Fältchen abgedeckt und geschwollene Augenringe reduziert werden sollen. Welche Funktionen Goji-Beere und Haloxyl erfüllen, wird nicht erklärt. Entsprechende Infos dazu habe ich aber auf Cosmoty gefunden. Zumindest der Lichtschutzfaktor 18 wäre eine Erwähnung auf der Packung wert gewesen. Aber der Platz ist ja schon sehr eingeschränkt.

Ich habe die Farbe 01 Light gekauft, ein heller, leicht gelblicher, warmer Farbton. In der Konsistenz ist er eher cremig und wird mit dem Applicator in einer Bewegung gleichmässig aufgetragen. Leicht eingeklopft verschmilzt er schnell mit der Haut. Ich habe keine starken Augenringe, mein Problem sind eher Fältchen, die nicht wesentlich verschwinden. Die Deckkraft würde ich mit „mittel“ angeben, für starke Augenringe reicht der Löscher vermutlich nicht. Er hält aber sehr gut und hat sich auch nach Stunden nicht „verkrochen“. Das Produkt riecht nicht.
Ich bin recht zufrieden mit dem Löscher und könnte mir vostellen, ihn nachzukaufen.

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Der Garnier Getönter Koffein Roll-On enthält 15 ml und kostete 6,97 €. Im Drogeriemarkt gab es nur einen Farbton: 02 für helle bis mittlere Hauttypen. Bei Amazon gibt es ihn aber noch für dunkle Haut. Ob es noch mehr Farbtöne gibt, konnte ich nicht feststellen. Der getönte Koffein Roll-On wird mit Umkarton verkauft, auf den natürlich mehr Informationen passen.
Nun würde der Umkarton bei „Ökotest“ zu Abwertung führen. Da der Karton aber für mich wesentliche Produktinformationen enthält u. a. dass die Verpackung aus einem FSC zertifizierten Wald stammt mit Garantie für eine Forstbewirtschaftung, die Mensch und Natur respektiert, sehe ich hier den Karton nicht nachteilig an.
Zum Hinweis, dass wenn immer möglich natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden, äußere ich mich jetzt mal nicht und denke mir (augenrollend) meinen Teil dazu. Diesen Satz kann man ja wohl unterschiedlich auslegen.
Auch hier wird eine 2fach Wirkung versprochen: die sofortige Abdeckung durch eine mit Mineralpigmenten angereicherte Textur und den Anti-Müdigkeits-Effekt durch Koffein und Zitronenessenz. Außerdem wird ein Sofort-Kühl-Effekt versprochen. Obwohl mehr als doppelt so viel Inhalt ist der Stift nur wenig größer als beim „Löscher“. Statt eines Applikator läuft der Concealer über eine Metallkugel. Der Sofort-Kühl-Effekt wird ausschließlich durch die kühle Kugel erzielt, unmittelbar nach dem Auftragen ist keine Kühlung mehr spürbar.

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Mir fiel sofort ein unangenehm chemisch-alkoholischer Geruch auf, der mein Interesse für die Inhaltsstoffe weckte. Alkohol erscheint hier bereits an dritter Stelle. Alkohol desinfiziert und regt die Durchblutung an, er entfettet aber auch, trocknet aus und reizt die Haut. Das finde ich im Bereich der Augen und bei der dünnen Haut darunter bedenklich. Der Geruch verfliegt aber sehr schnell und hat bei mir zu keinen unmittelbaren Reizungen von Haut und Augen geführt.

Auch hier ist es ein warmer, gelbstichiger Farbton. Die Konsistenz ist eher flüssig als cremig und der Auftrag weniger gleichmäßig. Ich empfinde, die „nasse“ Konsistenz in Verbindung mit der Kugel unter dem Auge eher als unangenehm. Anders als beim ‚Löscher‘ muss man öfter ‚rollen‘ um ausreichend Concealer aufzutragen. Er trocknet deutlich langsamer und zieht weniger gut ein. Ist er aber verrieben, ist er gleichwertig mit dem Maybelline Concealer, was Deckkraft und Haltbarkeit angeht. Da ich über einen Lichtschutzfaktor keine Informationen finden konnte, gehe ich davon aus, dass es keinen gibt. Wegen des hohen Alkoholanteiles und der Konsistenz hat mich das Produkt weniger überzeugt.

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FAZIT:

Beide Produkte sind gleichwertig, was Deckkraft und Haltbarkeit angeht. Zur tatsächlichen Pflegewirkung kann nicht gesagt werden, jedoch schreckt der Alkohol mich beim Garnierprodukt eher ab. Ob Garnier trotz mehr Inhalt tatsächlich ergibiger ist, wird sich zeigen, mein Eindruck ist, dass auch mehr Inhalt für die gleiche Wirkung benötigt wird.

Maybelline, Der Löscher:
Vorteile: Cremige Konsistenz, gleichmäßiger Auftrag, Lichtschutzfaktor
Nachteile: 1 ml = 0,88 €, fehlende Detail-Informationen zu Inhalt und Wirkung.

Garnier, Augen Roll-On
Vorteile: mehr Inhalt, daher 1 ml = 0,46 €, mehr Informationen zu Inhalt und Wirkung
Nachteile: unangenehmer Geruch, ungleichmäßiger Auftrag, kein Lichtschutzfaktor, unangenehme Kosinstenz.

Auf dem nachfolgenden Bild habe ich beide Produkte noch einmal nebeneinander geswatcht. Oben ist der Roll-On von Garnier, unter der Löscher von Maybelline.

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Ich habe natürlich in meiner Sammlung auch Produkte, die Augenschatten und Hautunreinheiten mehr abdecken, darüber werde ich demnächst mehr schreiben. Eure Mela

Beauty Balms bzw. Blemish Balms – kurz BB sind Cremes, die ursprünglich in den 50er Jahren in Deutschland erfunden wurden. „Blemish“ bedeutet „Makel, Fehler“. Die erste BB Creme wurde daher entwickelt um Akne und Operationsnarben abzudecken und lichtempflindliche Haut zu schützen und gleichzeitig den Regenerationsprozess der Haut anzuregen. In den 70er/80er Jahren gelangte die Creme nach Asien wo sie eines der beliebtesten Produkte wurde, sorgte sie doch für die dort so beliebte blasse Porzellanhaut. Von dort aus gelangte die Creme nach Amerika und zurück nach Europa und ist nun – dank neuer Nuancen – auch für den europäischen Markt konzipiert. Seitdem im August vergangenen Jahres Garnier eine BB Cream in die Drogerien brachte, boomt es auch hier.

Ich bin jetzt etwas unsicher, ich schreibe von „Creme“, wenn ich „Creme“ meine. Der Eigenname ist bei Garnier aber „BB Cream“.

Ich habe die Werbung und die Berichte in Blogs zum Anlass genommen, die Garnier BB Cream zu testen.

Die Marke „Garnier“ war mir bisher nur in der Haarpflege bekannt, ich habe über Jahre das Zitronen-Olivenöl Shampoo benutzt. Die BB Cream von Garnier ist in jedem Drogeriemarkt und in jeder gut sortierten Kosmetikabteilung für rund 10 € zu bekommen. Es gibt sie für helle und dunkle Hauttypen. Da ich eine sehr helle Haut habe, habe ich den hellen Ton genommen. Ich empfinde den Geruch nicht als unangenehm – das mag aber auch daran liegen, dass ja die meisten Cremes ohne Düfte sind und ich es ganz gerne mal mit Duft mag. Die Garnier BB Cream soll das Hautbild glätten, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, den Teint erstrahlen lassen und Hautunreinheiten und Fältchen kaschieren. Außerdem hat sie Lichtschutzfaktor 15.

Ich habe die Creme zunächst auf dem Handrücken getestet – also wirklich nur ein kleiner Tupfer und ich war überrascht, dass ich damit den ganzen Hautrücken einreiben konnte. Sie ist also super ergiebig. Ein erbsengroßer Klecks reicht für das ganze Gesicht. Die Haut fühlt sich sehr weich und zart an – auch Stunden nachdem die Creme aufgetragen wurde. Die BB Creme deckt mehr als eine getönte Tagescreme aber weniger als eine Foundation. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Pickel oder Aknenarben abgedekt werden. Die Farbe ist für meinen hellen Hauttyp genau richtig – zu dunkel empfinde ich sie nicht. Das mag aber auch daran liegen, dass ich sie sehr sparsam verwende (wenn ich in anderen Blogs sehe, welche Mengen da benutzt werden).

Gemäß Angaben auf der Verpackung (selbsteingeschätzt von 63!!! Personen):
Spendet der Haut Feuchtigkeit: 82 % ——ja, kann ich bestätigen
Geschmeidige Haut direkt nach der Anwendung: 96 % ———Jaaaa!!
Kaschiert Rötungen: 71% ——— naja, vielleicht leichte Rötungen vielleicht
Verleiht ein ebenmäßiges Hautbild: 90 % ——geht so, es das Hautbild wird jedenfalls deutlich ebenmäßiger
Verleiht einen natürlichen, frischen Teint: 93 % ——- kann ich nicht so wirklich bestätigen
Lässt die Haut strahlend natürlich aussehen: 81 % —— naja, die Haut wird eben nur leicht getönt und nicht zugepappt.

Die Creme ist für Frauen im Alter bis 35 Jahren konzipiert ( da liege ich knapp 😉 drüber )

Fazit: die Garnier BB Creme hält nicht, was von einem Blemish Balm erwartet wird. Da werden „echte“ BB Cremes vermutlich mehr bringen. An heißen Tagen, wenn man schwitzt und eine Foundation trotz Primer davonläuft, habe ich oft das Gefühl, dass meine Haut nicht atmen kann – und von Pflege, Primer, Foundation, Puder zugekleistert wirkt. An solchen Tagen ist die Garnier BB Creme ein guter Ersatz, weil sie pflegt, leicht tönt und schützt. Eine getönte Tagescreme ist mir dann oft zu wenig. Ich werde sie daher vermutlich weiter benutzen und mir aber trotzdem irgendwann mal eine High-End BB Creme kaufen. Dior hat eine für den Sommer 2012 angekündigt.

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